Pottenstein -

Breitenstein

fränkisches Fachwerkstädtchen unter dem Schutz
seiner 1000-jährigen Burg
Text: Thomas Bernard, Dipl.-Geogr. Leiter Verkehrsbüro Pottenstein

Die Gründung der Stadt Pottenstein, der ehemaligen Siedlung „Bothone-Stein“ geht wahrscheinlich bis ins Jahr 918 zurück und ist eng mit der Geschichte der über 1000-jährigen Burg verbunden.

Seit der Gründung des Bistums Bamberg 1007 war Pottenstein ein aufgrund seiner exponierten Lage wichtiger Grenzort gegen die Slawen. Graf Botho, 1070 als Besitzer der Burg genannt, gilt als der Namensgeber des Ortes. Die Burg Pottenstein, im 10.Jahrhundert in Besitz des Markgrafen von Schweinfurt und Teil des Frankenreiches war also Wohnort des Aribonen Graf Botho von Kärnten und wurde 1070 als „Poto Comes de Potensteine“ bezeichnet. Heute ist die Burg ein von den Freiherrn von Wintzingerode geführtes und privates Museum, das vor- und frühgeschichtliche Objekte, eine Waffensammlung, Bücher und Briefe und drei als Ensembles eingerichtete Schauräume präsentiert. 1117 und 1121 weilte der Pommernmissionar Bischof Otto I., der Heilige auf der Burg. Einer der Räume ist dem Gedenken an die Heilige Elisabeth, ungarische Prinzessin und spätere Landgräfin von Thüringen, gewidmet, die sich im Jahr 1228 einige Zeit hier auf der Burg aufhielt.

Burgwinter


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Zugänglich sind neben dem Burghof in der Unterburg das obere Hauptgebäude (Palas) in der Oberburg, das Brunnenhaus (Porzellan, Glas, Hausrat) und die Zehntscheune von 1580/81 mit Ausstellungen zum Zehntwesen von 1500 bis 1900 im Hochstift Bamberg, zur Besitzergeschichte der Burg und mit Wechselausstellungen. Neben dem Eindruck einer gut erhaltenen Burganlage des 16. Jahrhunderts mit mittelalterlicher Bausubstanz und der ältesten erhaltenen Burg der Fränkischen Schweiz bieten sich dem Besucher im Burggarten herrliche Ausblicke über Stadt und Landschaft.